Deutsche Marokkanische Gesellschaft für Kultur und Bildung
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Presseberichte

Index

 Marokkanisch-Deutscher Unternehmer- und Gründertag
 Marokkaner wollen bei Integration mitreden
 Anspruch auf Islamkunde
 Presseerklärung 18.6.2007

Inhalt


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Anspruch auf Islamkunde

 

Deutsch-Marokkanische Gesellschaft vertritt liberales Konzept gegen Radikalisierung / Gründung in Niederrad

 

VON FELIX HELBIG

 

Sie wollen Ansprechpartner sein und gleichberechtigt mitreden bei den Verhandlungen über eine Trägerschaft des Islamunterrichts an hessischen Schulen. Bei der Gründungsfeier der Deutsch-Marokkanischen Gesellschaft für Bildung und Kultur am Samstag in Niederrad hat der Vorsitzende El Hosseine Taytay zu einer inhaltlichen Kooperation der muslimischen Verbände aufgerufen. Bei der von der Landesregierung geplanten Einführung einer Islamkunde für muslimische Schüler müssten "endlich Fortschritte gelingen", sagte Taytay.

Die Deutsch-Marokkanische Gesellschaft verfolge dabei einen liberalen Ansatz, der "der Radikalisierung von Jugendlichen in den Islamschulen vieler Vereine - die vom Verfassungsschutz beobachtet werden, wie z.B. Milli Görüs* - endlich etwas entgegensetzt", erklärte der Vorsitzende gegenüber der Frankfurter Rundschau. Dabei gehe es dem Verein, der erst im April gegründet wurde, nicht um eine Islamkunde in arabischer Sprache wie vielen anderen Verbänden, sondern um einen historischen Fachunterricht.

"Das muss nicht einmal Islamkunde heißen", sagte Taytay: "Wir würden es sogar bevorzugen, wenn alle Weltreligionen in einem Fach für alle Schüler unterrichtet werden." Ein solcher Unterricht dürfe sich nicht ausschließlich an muslimische Schüler richten, sondern an alle Jugendlichen. Verbände wie die Türkisch-Islamische Union (Ditib), mit der die Landesregierung derzeit über die Islamkunde verhandelt (die FR berichtete), verfolgten "alte Konzepte".

Mit radikalisierenden Islamschulen und einem abgrenzenden Unterricht für muslimische Schüler könnten keine Fortschritte bei der Integration in Deutschland erzielt werden, sagt Taytay. Deshalb setze die Deutsch-Marokkanische Gesellschaft auf Bildungsangebote für alle Nationalitäten, biete Nachhilfeunterricht und Sprachkurse.

Eine offizielle Kooperationsvereinbarung mit der Volkshochschule wurde am Samstag unterzeichnet. Für Taytay ein erster Schritt, dem weitere folgen müssen - am Verhandlungstisch der Verbände.


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Dokument erstellt am 24.06.2007 um 19:56:03 Uhr
Erscheinungsdatum 25.06.2007

 


Presseerklärung 18.6.2007 | Zurück | Editieren   :

 

Presseerklärung: 23. Juni 2007

 

Wirtschaft, Politik, Kirche und Wissenschaft der Stadt Frankfurt

begrüßen die Gründung der Deutsch-Marokkanischen Gesellschaft

für Kultur und Bildung e.V. (DMGKB)

 

Frankfurt, 23. 6. 2007. Die erste öffentliche Veranstaltung der Deutsch-Marokkanischen Gesellschaft für Kultur und Bildung (DMGKB) am 23.Juni traf auf breites Interesse bei marokkanischen Mitbürgern, Vertretern von deutschen Interessensgruppen und Medien.

 

Mit Karlheinz Bührmann, dem Stadtverordnentenvorsteher der Stadt Frankfurt, Prof. Günter Kleinkauf (Fachhochschule Frankfurt), Herr Hasan Kara, Ausbildungsberater im Geschäftsfeld Aus- und Weiterbildung der Industrie- und Handelskammer Frankfurt, sowie Erhard Brunn mit einer Grußbotschaft von Prof. Joachim Valentin, dem Direktor des Haus am Dom der katholischen Kirche bewerteten Vertreter aus Politik, Wissenschaft, Wirtschaft und Kirche es als sehr positiv nun einen repräsentativen marokkanischen Ansprechpartner zu haben.

 

Im Rahmen der Veranstaltung wurde ein Kooperationsvertrag zwischen der Fachhochschule Frankfurt unter Vertretung von Prof. G. Kleinkauf und zwischen der DMGKB unter Vertretung von Hrn. E. Taytay unterzeichnet.

Die “Akademische Beratungsstelle“ der DMGKB und das „International Office“ der Fachhochschule werden somit gemeinsam um die unterschiedlichen Probleme der Marokkanische und Nordafrikanische Studierende kümmern.

 

Der Vorsitzende des DMGKB, Elhosseine Taytay stellte die Ziele des Vereins als bundesweiter Interessensvertretung von in Deutschland lebenden Marokkanern vor. Hauptziele des DMGKB sind:

  1. Die Gesellschaft möchte einen Beitrag zur Verbesserung der deutsch-marokkanischen Beziehung leisten und fördert die Freundschaft der beiden Völker und das friedliche Zusammenleben.

  2. Die Gesellschaft fördert den interkulturellen und interreligiösen Dialog in der muslimischen, sowie in der westlichen Welt und lehnt die fundamentalistischen Tendenzen verschiedener Religionen und Glaubensrichtungen ab.

  3. Der Verein fördert die Bildung von Forschungs- und Studienkreisen, welche sich um die mit Vermittlung des westlichen Kultur und des besseren Verständnisses des friedlichen Islams bemühen.

  4. Der Verein fördert den Kontakt zwischen Personen, Institutionen, Hochschulen und Organisationen in Marokko und in Deutschland.

  5. Der Verein verfolgt vorrangig Zwecke im Bereich des kulturellen und akademischen, sowie des sozialen Dialogs (= Wohlfahrtspflege) zwischen Deutschland und Marokko.

  6. Der Verein fördert die Integration und die Verbesserung sowohl der sozialen, kulturellen sowie wirtschaftlichen Situation und Stellung der in Deutschland lebenden Marokkaner; insbesondere die Situation für Kinder, Jugendliche und Frauen bei der Bildung und Berufsausbildung.

  7. Der Verein fördert die neuen Reformen bzw. den Ausbau der sozialen, kulturellen, ökonomischen und wissenschaftlichen Bereiche in Marokko.

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